Das bisschen Haushalt macht sich nicht von alleine, sagt der Staat

Leider macht sich „das bisschen Haushalt“ im Alltag entgegen einem bekannten Schlager von Johanna von Koczian nicht von alleine. Der Gesetzgeber hat die Frage, wer sich in aufrechter Ehe um den Haushalt zu kümmern hat, allerdings ohnehin genau geregelt.

Grundsätzlich gilt das so genannte Gleichbeteiligungsgebot, das heißt, dass sich beide Partner am Haushalt je zur Hälfte beteiligen müssen[1]. Ist allerdings nur einer der Eheleute erwerbstätig, obliegt dem anderen die gesetzliche Pflicht, sich um den Haushalt zu kümmern. Sind beide Eheleute berufstätig oder keiner von beiden, so sind beide verpflichtet, entsprechend ihrer persönlichen Verhältnisse an der Haushaltsführung mitzuwirken.

Unter Haushaltsführung versteht das Gesetz die hauptverantwortliche Erledigung der alltäglichen Versorgung, also insbesondere Lebensmittel-Einkäufe, Wartung diverser Geräte, Heizung und Reinigung des gemeinsamen Lebensbereiches (einschließlich Wäschewaschen!). Sogar die Pflege des Gartens gehört – sofern die Pflege keinen unüblichen Aufwand verursacht – zur Haushaltsführung.

Das Geschlecht spielt bei der Erfüllung der Haushaltsführungspflichten keine Rolle. Wenn also der Ehemann beispielsweise mit Verweis auf seine mangelnde Fähigkeit zum Bügeln seines eigenen Hemdes an die Ehefrau herantritt, so kann ihm diese juristisch präzise entgegnen, dass laut Gesetz die Pflicht besteht, Erlernbares zu erlernen[2].

Die konkrete Aufteilung der Haushaltführung hat in beiderseitigem Einvernehmen zu erfolgen. Einklagbar ist die unterlassene Hilfe im Haushalt allerdings nicht. Der jeweilige Ehepartner kann lediglich im Scheidungsfalle eine Vernachlässigung des Haushaltes als Scheidungsgrund geltend machen. Dabei ist allerdings darauf Bedacht zu nehmen, dass laut Rechtsprechung bei Prüfung dieses Scheidungsgrundes ein subjektiver Maßstab angelegt wird und das Gericht darauf abstellt, welchen Anspruch die Eheleute selbst an die Haushaltsführung gestellt haben.

Die Rechtsprechung lässt jedenfalls eine gewisse Tendenz erkennen, den Scheidungsgrund der vernachlässigenden Haushaltsführung vor allem bei Frauen anzunehmen und hier einen durchaus strengen Maßstab anzusetzen, während bei den männlichen Ehepartnern dieser Aspekt eher geringe Bedeutung zukommt[3].

[1] Dies wird aus den §§ 91, 95 ABGB abgleitet; vgl. zB Hopf/Kathrein, Eherecht², § 95 ABGB, Anm 2.

[2] Vgl. Feil/Marent, Familienrecht, § 95 ABGB, Rz 1.

[3] Nachweise bei Smutny in Kletecka/Schauer, ABGB-ON, Rz 5 zu § 95 ABGB.

Dieser Artikel wurde zur Verfügung gestellt von

Rechtsanwalt_Dr. Hebenstreit

JOHANNES HEBENSTREIT, LL.M.*
*University of Cambridge

SCHRANNENGASSE 10E, 5020 SALZBURG
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Auf der Suche nach dem originellsten Hochzeitsantrag… mit einem 500€ Gutschein für 123gold im Gepäck!

Wie berichtet, ist die heutige Generation der 25 – 35-Jährigen im Hinblick auf das Thema „Hochzeit“ zögerlicher denn je. Die Zahl der Eheschließungen nimmt zwar nach einem jahrelang rückläufigen Trend langsam wieder zu, aber dennoch haben wir die jährlich 45.000 Hochzeiten der 1980er und 1990er noch nicht wieder erreicht. Und die Menschen werden immer älter, bis sie „endlich“ JA-sagen. Doch warum so zögerlich? Ganz im Sinne von Beyoncé sagen wir: If you liked it, then you should’ve put a ring on it! 😉

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500€ Gutschein von 123gold für den originellsten Heiratsantrag

Heiraten und die Ehe sind eine tolle Sache – und wir machen euch den ersten Schritt zur Verlobung jetzt noch schmackhafter: Wir suchen den originellsten Heiratsantrag – und belohnen ihn mit einem 500€ Gutschein von 123gold.at!

Sendet uns euren Antrag als Geschichte, Video oder Foto bis zum 15.10.2016 an service@hochzeits-location.info. Die Ziehung erfolgt am 16.10.2016, der Gewinner wird per Facebook bekannt gegeben und per E-Mail informiert. Euer Antrag bleibt natürlich eure Privatsache und wird ohne euer Einverständnis nicht veröffentlicht!

Der Gewinn ist ein Gutschein im Wert von 500,-€ von 123gold.at, welchen der Gewinner in allen 8 Standorten in Österreich einlösen kann:

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Auch für verlobte bzw. verheiratete Paare gibt es genügend Möglichkeiten, die 500€ einzusetzen. Schmuck wie Diamant-Ohrstecker, Anhänger, Colliers und natürlich Diamant-Schmuckringe sind neben Verlobungsringen und Partnerringen feste Bestandteile der 123gold–Kollektion.

Wir freuen uns auf zahlreiche Einsendungen und wünschen euch allen viel Glück für’s Gewinnspiel!

Bei 123gold wird jeder Ehering, Verlobungsring oder Memoirering nach den individuellen Wünschen des jeweiligen Paares hergestellt. © 123gold
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4,5 Beziehungsjahre bis zum Heiratsantrag

  • Die Zahl der Eheschließungen steigt seit einigen Jahren wieder
  • Auch das Alter der Brautpaare steigt kontinuierlich
  • Nach durchschnittlich 4,5 Jahren Beziehung kommt der Heiratsantrag

Hochzeiten nehmen langsam wieder zu

Mit über 44.000 geschlossenen Ehen im Jahr 2015 wurde in Österreich fast das Niveau aus den 80ern und 90ern des vergangenen Jahrhunderts erreicht. Wurden damals noch kontinuierlich 45.000 Vermählungen jährlich gefeiert, gab es in den letzten 15 Jahren einen deutlichen Rückgang. Erst seit 2010 gibt es wieder eine leicht steigende Tendenz bei Hochzeiten. Und dennoch ist für viele das Thema „Hochzeit“ oder „lebenslange Bindung“ mit Tabus verknüpft.

Warum ist die Generation der Heiratswilligen so zögerlich?

Wir haben mit der Psychologin Gabriela Firnthrat darüber gesprochen. Und eine große Online-Umfrage mit 400 Befragten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz gemacht.

att00001Übrigens: Wir suchen den originellsten Heiratsantrag und verlosen dafür einen 500€ Gutschein von 123gold.at (einzulösen in allen Standorten in Österreich). Sendet uns bis 15.10.2016 euren Antrag als PDF, Video oder Foto an service@hochzeits-location.info. Euer Antrag bleibt natürlich eure Privatsache und wird nicht veröffentlicht! Alle Infos gibt’s unter http://hochzeits-location.info/win

Der Heiratsantrag – reine Männersache – das war gestern!

Im Rahmen unserer Umfrage haben wir Personen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz befragt. Ca. 90% der Umfrage-Teilnehmer waren weiblich. Durchschnittlich dauerte es bei den Befragten 4,5 Jahre, bis der Heiratsantrag gemacht wurde. Dabei sei festzuhalten, dass der Zeitpunkt für den Antrag ganz unterschiedlich ausfällt. So kam bei 21% der Befragten der Antrag binnen der ersten zwölf Monate, 27% mussten zwischen einem und drei Jahren warten, bei 49% der Befragten erfolgte der Antrag zwischen drei und zehn Beziehungsjahren und lediglich 3% der Paare war länger als 10 Jahre in der Beziehung, bevor der Entschluss zur ewigen Bindung fiel. Bei dem Thema „Wer stellt die große Frage“ sind wir nach wie vor sehr traditionell veranlagt. So geht in 9 von 10 Fällen der erste Schritt vom Mann aus. Jedoch muss dies nicht sein. Im Zuge der Emanzipation der Frau zeigt sich hier eine neue Entwicklung. So sagt bereits jetzt ein Viertel der Befragten, dass auch die Frau den ersten Schritt machen kann. Ein dadurch geändertes Rollenbild in der weiteren Beziehung sieht die Psychologin Firnthrat nicht: „Der Heiratsantrag ergibt sich aus der Geschichte des Paares und da kann es so oder so stimmig sein. Nachhaltige Wirkung gibt es aus dem, ob das Paar das Passende zulässt oder nicht.“

Sich über den Partner zu definieren ist out

Gabi Firnthrat beschäftigt sich seit 33 Jahren als Psychologin mit (Ehe)Paaren und bekommt die Frage „Was bringt es, verheiratet zu sein?“ sehr oft gestellt. „Es ist wohl mehr eine Sinnfrage geworden als die tatsächliche Angst vor einer lebenslangen Bindung.“, meint die Mödlinger Psychologin im Zusammenhang mit der Zurückhaltung bei den Eheschließungen. Sie sieht die Zeiten der Globalisierung und der Veränderungen als große Herausforderungen für uns Menschen und zwar in vielen Bereichen. „Vieles wird hinterfragt, viele suchen neue Modelle zur Bewältigung alltäglicher Probleme und auch die Ehe als kleinster Baustein unserer Gesellschaft ist einer Suche nach neuen Konzepten ausgesetzt.“

Firnthrat bemerkt bei 25- bis 35-jährigen immer mehr die Suche nach der eigenen Identität. So verwundert es kaum, dass das mittlere Erstheiratsalter im Jahr 2015 seit Anfang der 1990er Jahre bei den Frauen von 24,3 auf 30,3 Jahre und bei den Männern im gleichen Zeitraum von 26,5 auf 32,6 Jahre gestiegen ist (jeweils plus rund 0,2 Jahre gegenüber 2014) / Quelle: Statistik Austria.

Und doch ist das Sehnen nach Partnerschaft größer denn je. „Der Gedanke, ich könne mich eh wieder scheiden lassen, ist eigentlich meiner Erfahrung nach kaum vertreten. Oft sind eher die wahren Motive eine Ehe einzugehen von persönlichen Mängeln und Defiziten, wie zum Beispiel nicht allein sein können, geprägt und verhindern den Fokus auf die Entwicklung der Liebesfähigkeit in der Partnerschaft zu legen.“ schließt Firnthrat ihre Einschätzung.

Wenn JA – dann aber richtig

Wer sich schlussendlich traut, legt immer mehr Wert auf originellere Feiern. Unsere Erfahrung ist: „Die Paare wollen ihre Identität in die Feierlichkeiten stecken – sie wollen sich selbst verwirklichen. Heute heiratet ein wanderbegeistertes Paar nicht mehr im Dorfgasthaus – sondern auf einer Seilbahnstation mit Ausblick auf das umliegende Bergpanorama“.

Um allen Träumen gerecht werden zu können, haben wir im Mai 2015 Österreichs umfangreichste Hochzeitslocation-Datenbank mit aktuell 1.500 Locations aufgebaut. Von der Wiese bis zum Schloss, vom Wirtshaus bis zum Hauben-Restaurant und von der Scheune bis zum Schiff finden Heiratswillige die passende Location. Dabei gilt: Schnelligkeit ist das oberste Gebot! Die TOP-Hochzeitslocations sowie auch die TOP-Hochzeitsfotografen sind meist ein Jahr im Vorhinein ausgebucht. Wer also von etwas Besonderem träumt, möge nicht zu lange mit der Suche warten…

In diesem Sinne: viel Spaß beim Suchen eurer Traum-Location, Traum-Fotografen, Traum-Band und Traum-Auto! :)

Nächste Woche dürft ihr euch über eine Zusammenstellung der originellsten Locations in Österreich freuen!

4,5 Jahre bis zum Heiratsantrag – Die Ergebnisse unserer Umfrage sind da!

Wir haben auf Facebook eine Umfrage zum Thema Heiratsantrag gestartet… und waren begeistert von der riesigen Resonanz (über 400 TeilnehmerInnen – 90% davon weiblich) – und teilweise erstaunt von den Antworten! :)

Apropos Heiratsantrag: Wir suchen den originellsten Heiratsantrag und verlosen dafür einen 500€ Gutschein von 123gold.at (einzulösen in allen Standorten in Österreich). Sendet uns bis 15.10.2016 euren Antrag als PDF, Video oder Foto an service@hochzeits-location.info. Euer Antrag bleibt natürlich eure Privatsache und wird nicht veröffentlicht! Alle Infos gibt’s unter http://hochzeits-location.info/win

Die Ergebnisse im Überblick

  • 17 Jahre – Die längste Beziehungsdauer bis zum Antrag
  • 4,24 Jahre – So lange warten Paare durchschnittlich bis zur Verlobung
  • 0,25 Jahre – Die schnellste Verlobung unter den Umfrageteilnehmer_innen
  • Immer noch ist es in 9 von 10 Fällen der Mann, der die große Frage stellt
  • 21 Prozent stellen den Heiratsantrag binnen der ersten zwölf Monate einer Beziehung
  • 27 Prozent im Zeitraum von einem bis drei Jahren
  • 49 Prozent im Zeitraum von drei bis zehn Beziehungsjahren
  • 3 Prozent der befragten Personen brauchen länger als zehn Jahre für den Heiratsantrag
  • Ein Viertel der Befragten kann sich auch vorstellen, dass der erste Schritt von der Frau ausgeht

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Unter allen Umfrageteilnehmern gab es keine Meinung, dass die Frau den Antrag machen soll. Hingegen ist rund ein Viertel der Ansicht, dass es egal sei, wer den Hochzeitsantrag macht.

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Doe Erwartungshaltung zur Person die den Antrag macht, schwankt mit der Beziehungsdauer. Je länger eine Beziehung dauert, desto eher wird „egal“ angegeben.

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Für Frauen ist es wichtiger, dass der Mann den Antrag macht. 75 % der Umfrageteilnehmerinnen wollen das, hingegen sehen nur 55 % der Männer es als ihre Aufgabe an!

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Tatsächlich haben ca. 9 % der Frauen den Antrag gemacht. Dabei ist es nicht wesentlich, wie lange die Beziehung schon dauerte.

Wir bedanken uns nochmals ganz herzlich bei allen TeilnehmerInnen!

If you liked it, then you should’ve put a ring on it – Interview mit Gabriele Firnthrat

Frei nach dem Motto „If you liked it, then you should’ve put a ring on it (Beyoncé)“ gehen wir diesen Monat der Frage nach, warum so viele Frauen jahrelang darauf warten müssen, dass ihnen ein Antrag gemacht wird und ob es überhaupt noch zeitgemäß ist, dass ER den Antrag stellen muss. Wir haben mit der Psychologin Gabriele Firnthrat, die seit 33 Jahren mit (Ehe)Paaren arbeitet, über das Thema gesprochen.

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Warum haben Menschen Angst vor lebenslanger Bindung?
Firnthrat: Die Zeit der Globalisierung und der Veränderungen stellen große Herausforderungen an uns Menschen und zwar in vielen Bereichen. Vieles wird hinterfragt, Vieles sucht neue Modelle zur Bewältigung und auch die Ehe als kleinster Baustein unserer Gesellschaft ist einer Suche nach neuen Konzepten ausgesetzt. Sowie die Frage nach der optimalen Kindererziehung ist auch die Frage nach Ehe oder nicht Ehe eine ganz sensible geworden.

Was „bringt“ es, verheiratet zu sein?
Firnthrat: Diese Frage höre ich von vielen Paaren in meiner Arbeit als
Psychologin. Wenn nicht die alte, romantische Tradition oder der Glaube aufrechterhalten werden will oder wirtschaftliche Gründe im Vordergrund stehen, suchen immer mehr Paare den wahren Sinn hinter
diesem Schritt. Es ist wohl mehr eine Sinnfrage geworden als tatsächliche Angst vor lebenslanger Bindung.

Was hindert Menschen daran, sich zu binden?
Firnthrat: Es ist wie beim Lotto – alles ist möglich! Und das in zweierlei Hinsicht. Ob eine Ehe heutzutage gut geht oder nicht, ist wie ein Lotto Sechser, meinen viele Paare. Wir alle kennen die jüngsten demographischen Daten. Sie zeigen, dass die Zahl der Eheschließungen pro 1000 Einwohner in der EU 28 in den letzten Jahrzehnten rückläufig ist, während die Zahl der Scheidungen zugenommen hat. Die Motive, sich auf einen Lotto Sechser also einlassen zu können, sind sicherlich sehr
unterschiedlich, doch sicherlich liegt Angst vor Bindung zum Teil auch dieser Entwicklungen zugrunde.
In zweiter Hinsicht gibt es auch immer wieder Überlegungen, ob man emotional einer Bindung fürs ganze Leben gewachsen ist. Zusammenhänge aus vergangenen Erfahrungen, ungeeignete Vorbilder
aus dem Elternhaus und persönliche Unsicherheiten blockieren viele Menschen, das Wagnis eine derart endgültige Entscheidung zu treffen. Der Gedanke, ich könne mich eh wieder scheiden lassen, ist eigentlich meiner Erfahrung nach kaum vertreten. Oft sind eher die wahren Motive, eine Ehe einzugehen, von persönlichen Mängel und Defiziten, wie
nicht allein sein können, z.B. geprägt und verhindern den Focus auf die Entwicklung der Liebesfähigkeit in der Partnerschaft zu legen.

Hat die Frage des Heiratsantrages auf die Beziehung eine nachhaltige Wirkung?
Firnthrat: Die Frage, ob und wie sich der gestellte Heiratsantrag auf die Beziehung in der Ehe auswirkt, lässt sich kaum allgemein und für generell gültig beantworten. Jedes Paar hat seine ganz individuelle Geschichte, seinen ganz persönlichen Verlauf der Beziehung und aus dem ergibt sich grundsätzlich, ob es eher passend ist, dass der Mann die entscheidende Frage stellt oder die Frau diese „Zügel“ in die Hand nimmt.
Denken wir kurz an die Filmszene aus dem Film „Die Braut, die sich nicht traut“: Nachdem die Frau ihre Ängste besiegt hatte, sich sicher wurde und mit der Frage vom geliebten Partner nicht mehr rechnen konnte, macht sie den Heiratsantrag in berührender Weise und für diese
Geschichte passt dies perfekt. Doch das kann kein allgemein gültiges Rezept sein. Der Heiratsantrag ergibt sich aus der Geschichte des Paares und da kann es so oder so stimmig sein. Nachhaltige Wirkung gibt es aus dem, ob das Paar das Passende zulässt oder nicht.

Welche Erfahrungen macht man in der Arbeit mit Paaren?
Firnthrat: Die Erkenntnis der Menschen liegt in diesen Generationen tief in der Suche nach eigener Identität. Sich über den Partner zu definieren ist einfach out und kann nicht mehr reibungslos gelebt werden. Und doch ist das Sehnen nach Partnerschaft größer denn je. Als ob es in uns hineingelegt ist!
Heutzutage will persönliche Freiheit, eigene Identität, gemeinsames Erkunden und Erkennen miteinander geteilt werden und es tut jeder gut daran, in seiner Partnerschaft zu erspüren, was passend ist, was authentisch ist und was liebevoll ist. Dann wird es möglicherweise mehrere gemeinsame Lebensmodelle als die herkömmliche Ehe
geben, aber auch mehr stimmige, originellere Heiratsanträge und auch wahrhaftigere Ehen.

Gabriele Firnthrat arbeitet seit 33 Jahren als Psychologin in Mödling. Herzlichen Dank für das Interview!

Fotografen-Tipp: Williams Lösch aus Altenberg bei Linz

„Momente für die Ewigkeit festzuhalten ist etwas ganz Besonderes. Einen Augenblick zu dokumentieren, sodass man sich auch noch nach vielen Jahren daran erinnern kann. Beim Blick durch die Kamera steht die Welt manchmal still und besondere Emotionen lassen sich direkt einfangen.“ Das ist das Motto vom oberösterreichischen Hochzeits-Fotografen Williams Lösch.

Bilder für Generationen – Die Rolle des Hochzeitsfotografen

Hochzeitsfotos stellen oft für Generationen ein Andenken an einen ganz besonderen Tag dar. Wer bekommt nicht glasige Augen, wenn er die Hochzeitsfotos seiner Eltern oder Großeltern im Familienalbum entdeckt? Daher sollte der Fotograf für den besonderen Tag auch wohl bedacht ausgewählt werden. Für welchen Fotografen ihr euch entscheidet, ist wohl von vielen Faktoren abhängig:

  • Für die einen mag es die Art der Fotos sein, die der Fotograf gerne schießt – soll das Brautpaar-Shooting z.B. in einem Studio stattfinden, oder wollt ihr außergewöhnliche Hochzeitsfotos in den Bergen oder bei eurem größten gemeinsamen Hobby schießen?
  • Andere schätzen es, möglichst viele Fotos zur Verfügung gestellt zu bekommen und diese auch für Social Media verwenden zu dürfen.
  • Wieder andere haben auch den Preis oder die Ausrüstung des Fotografen im Hinterkopf.
  • Manche möchten einen weiblichen oder fühlen sich bei einem männlichen Fotografen besonders wohl.
  • Für manche ist die gleiche Wellenlänge und Sympathie ausschlaggebend.
  • Und viele mehr

Worauf der Hochzeits-Fotograf Williams Lösch wert legt

Die Entscheidung für den für euch idealen Hochzeitsfotografen kann euch natürlich niemand abnehmen, worauf Williams Lösch wert legt, beschreibt er selbst folgendermaßen:

„Eine bunte Mischung aus zeitlosen und besonderen Hochzeitsfotos zu liefern. Klassische Fotografie, die auch in vielen Jahren noch gefällt, kombiniert mit kreativen Bildern, die begeistern.

Besonders wichtig ist es mir, die natürliche Schönheit eines jeden Menschen hervorzuheben – mit all seinen Emotionen, seinem Charakter und seiner Individualität.

Für mich macht professionelle Hochzeitsfotografie aus, neben den Klassikern wie Brautpaar, Zeremonie und Dekoration auch ein Auge für Details und Situationen zu haben. Dinge festzuhalten, die man auf den ersten Blick nicht sieht. Und Augenblicke natürlich in Szene zu setzen – ohne das Geschehen zu beeinflussen.“

Weitere Infos zu Williams Lösch findet ihr unter http://hochzeits-fotograf.info

Viel Spaß :)

Heiraten in Las Vegas, Thailand oder auf Jamaika – Wann gilt eine im Ausland abgeschlossene Ehe auch in Österreich?

Zahlreiche Paare heiraten in Österreich ganz normal am Standesamt, andere auf Burgen, Schlössern oder Bauernhöfen. Solange ein österreichischer Standesbeamter mit dabei ist, spielt der genaue Ort der Trauung keine Rolle. Man kann getrost mit einer rechtsgültigen, vom Standesamt ausgestellten Heiratsurkunde in die Flitterwochen fahren. Was aber, wenn nicht nur die Flitterwochen im Ausland stattfinden sollen, sondern gleich die ganze Hochzeit? Gilt eine Spontanhochzeit in Las Vegas, eine Traumhochzeit am thailändischen Sandstrand oder eine Trauung unter Palmen in der Karibik auch für Österreich?

Die Antwort findet sich im Österreichischen Gesetz über das Internationale Privatrecht (IPRG). Dessen § 16 Abs. 2 sieht vor, dass die Gültigkeit einer Eheschließung im Ausland von österreichischen Gerichten und Behörden schon dann anerkannt wird, wenn die Formvorschriften des Orts der Eheschließung eingehalten werden. Mit anderen Worten gilt eine im Ausland abgeschlossene Ehe, die nach den dortigen Formvorschriften rechtswirksam ist, auch in Österreich.

Grundsätzlich ist daher auch bei einer exotischen Hochzeit im Ausland nicht zu befürchten, dass die Eheschließung in Österreich später als null und nichtig betrachtet wird. Allerdings sollte man sich eben immer rechtzeitig erkundigen, ob die Art der vorgesehenen Trauung den Gesetzen des Staates entspricht, in welchem man heiraten will. Zum Beispiel verlangen manche Staaten eine gültige „Heiratslizenz“[1] oder bestimmte religiöse Rituale[2].

Zudem hat die Toleranz des österreichischen Staates bei der Anerkennung von Eheschließungen durchaus seine Grenzen. Manche islamische Rechtsordnungen sehen zum Beispiel die Möglichkeit einer echten Stellvertretung bei der Trauung vor; eine solche Art der Eheschließung widerspricht fundamentalen Grundsätzen der österreichischen Rechtsordnung und wird daher selbst dann nicht als gültig anerkannt, wenn dies ausländischen Vorschriften voll entspricht[3].

Die häufig vorkommenden Hochzeiten in Las Vegas sind aus österreichischer Sicht hingegen unbedenklich – sofern die Eheschließung nicht in einem Alkoholisierungsgrad erfolgt, der die Geschäftsfähigkeit ausschließt.

[1] Ein solche ist zB für eine gültige Ehe auf den Philippinen erforderlich, LGZ Wien, 42 R 598/03g, EF 105.307.

[2] So ist zB in Israel ist nur eine religiöse Eheschließung möglich; vgl. dazu OGH vom 25.03.2014, 10 ObS 16/14x.

[3] § 6 IPRG sieht vor, dass fremdes Recht generell nie anzuwenden ist, wenn dies mit Grundwertungen der österreichischen Rechtsordnung unvereinbar ist.

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Fußball EM 2016 – Heiraten, wo Alaba & Co geboren sind

Heute gibt sich Österreichs National-Elf bei der UEFA EM 2016 das Debut gegen den Nachbarn Ungarn. Passend dazu, präsentieren wir die schönsten Orte zum Ja-Sagen in den Heimatorten der österreichischen Kicker.

Die schönsten Hochzeits-Locations in den Heimatregionen der österreichischen Fußball Nationalmannschaft

(In alphabetischer Reihenfolge der Mitglieder des derzeitigen ÖFB Teamkaders)

Da in Pakistan und Serbien noch keine Hochzeits-Locations gelistet werden, präsentieren wir euch zwei Tipps in der Nähe der aktuellen Heimatvereine von Rubin Okotie und Zlakto Junuzovic:

  • Zlatko Junuzovic (Loznika, Serbien). Spielt aktuell in Bremen –Potpourri
  • Rubin Okotie (Karatschi, Pakistan). Spielt aktuell in München –Die Alte Gärtnerei

Fußball EM 2016 – Heiraten im Fußballstadion

Sieht man von 2008 ab, als wir selbst Austragungsort waren, hat es die österreichische National-Elf 2016 erstmals geschafft, sich selbstständig für eine EM zu qualifizieren. Für Fußball-Fans natürlich der willkommene Anlass, die eigene Hochzeit auch ganz im Motto Fußball EM 2016 zu feiern. Daher werden wir euch im Fußball-Monat Juni hier auf unserem Blog Tipps & Ideen rundum’s Thema Fußball & Heiraten präsentieren

  • Heute geht’s los mit
    • Heiraten in einem Stadion
  • Außerdem dürft ihr euch freuen auf:
    • Heiraten, wo Alaba & Co geboren sind – Die schönsten Hochzeits-Locations in den Heimatorten unserer Fußball-Stars
    • Die schönsten Hochzeitslocations in Frankreich
    • Heiraten, wo unsere Nationalmannschaft 2008 residierte

Der Traum für waschechte Fans: Heiraten in einem Stadion!

Für richtige Fans wohl das Größte: ihren großen Tag im Stadion ihrer Lieblings-Mannschaft zu feiern. In Österreich geht dies in folgenden Stadien:

  • Reichshofstadion in Lustenau (Vorarlberg) – seit im August 2007 die Hugo-Kleinbrod-Kapelle eröffnet wurde, verfügt das Stadion nun als erstes in Österreich über eine eigene Kapelle. Hochzeiten (und auch Taufen) für Fans des SC Austria Lustenau im Stadion steht nun nichts mehr im Wege! Mehr
  • Allianz-Stadion (ehemaliges Hanappi-Stadion) in Wien – seit Anfang 2015 wird das Rapid-Stadion in Wien umgebaut. Unter anderem soll eine Kapelle errichtet werden, in der Fans der Grün-Weißen heiraten und ihre Kinder taufen lassen können. Mehr
  • Wörthersee Stadion Klagenfurt – Seit Jänner 2011 sind im Stadion von Austria Klagenfurt standesamtliche Trauungen möglich. Mehr

Das war’s für heute – nächste Woche präsentieren wir euch die schönsten Hochzeits-Locations in den Heimatorten unserer Fußball-Stars.

Bis dahin wünschen wir ein schönes Wochenende und einen guten Start in die UEFA EURO 2016!

Herr Kapitän, wir wollen heiraten! – Formen einer gültigen Eheschließung in Österreich

Jeder kennt die Szene aus einem Film oder einem Buch: Verlobte, die gerade mit dem Schiff unterwegs auf hoher See sind, entern verliebt die Kommandobrücke und lassen sich kurzerhand vom Kapitän verehelichen. In Österreich würde eine solche Eheschließung nicht nur daran scheitern, dass lediglich vergleichsweise kleine Gewässer zur Verfügung stehen, sondern auch an der mangelnden Kompetenz des Kapitäns. Es ist nämlich präzise gesetzlich geregelt, vor wem eine gültige Ehe geschlossen werden kann und ein Schiffskapitän gehört definitiv nicht dazu.

Die Rechtswirksamkeit einer Eheschließung hängt in Österreich im Wesentlichen von zwei Voraussetzungen ab: Einerseits ist eine sog. „Ehekonsenserklärung“ erforderlich, das ist die durch beide Partner unmissverständlich und übereinstimmend (sowie auch persönlich bei gleichzeitiger Anwesenheit) abgegebene Erklärung, einander heiraten zu wollen[1]. Andererseits ist absolut zwingend, dass diese Erklärung vor einem Standesbeamten abgegeben wird. Die Trauung muss zwar nicht im Standesamt selbst erfolgen, d.h. örtliche Gebundenheit besteht nicht. Ohne Anwesenheit eines Standesbeamten kann es aber keine gültige Eheschließung geben.

Alle in Österreich stattfindenden Trauungen durch andere „Trauungsorgane“ – zu denken ist dabei nicht nur an Schiffskapitäne, sondern auch an konsularische oder diplomatische Vertreter oder an Förster bzw. Forstamtsleiter (sog. „Waldhochzeit“) etc. – sind Nichtehen. Die staatliche Rechtsordnung anerkennt auch keine rein kirchlichen Hochzeiten an, d.h. auch eine ausschließlich von einem Priester vollzogene Trauung hat keinerlei Rechtswirkungen in Bezug auf rechtliche Fragen des Unterhalts, Ehegüterrechts oder dgl.

Interessant ist, dass eine Ehe allerdings auch dann gelten kann, wenn diese vor einem „Scheinstandesbeamten“ geschlossen wird, d.h. vor einer Person, welche die Funktion eines Standesbeamten öffentlich ausübt, obwohl sie gar keiner ist (zB wegen Bestellungsfehler oder bei Trauungen außerhalb des zugewiesenen Sprengels). Voraussetzung für die Gültigkeit der Ehe ist in einem solchen Fall lediglich, dass die Ehe offiziell in das von den Standesämtern geführte Ehebuch eingetragen wird[2].

Zusammenfassend gilt in Österreich: Ohne Standesbeamte keine Ehe. Eine vor einem Kapitän abgeschlossene „Ehe“ hat nur für die Dauer der Schifffahrt Gültigkeit!

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[1] Üblicherweise geschieht dies gemäß § 18 Abs. 2 Personenstandsgesetz, indem der Standesbeamte die Verlobten einzeln nach ihrem Ehewillen befragt und diese die Frage bejahen.

[2] Vg. § 15 Abs. 2 Ehegesetz.